Fuck Yeah Pseudonyms

Das Internet braucht keine Ausweispflicht

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Pseudonyme auf Google Plus

Offener Brief an Google:

Wir, die Unterzeichner des Briefes unten, haben uns entschieden, uns an Google zu wenden, damit Google seine Namenspolitik bei “Google Plus” ändert.

Unser Ziel ist nicht ein “Shitstorm”, sondern wir möchten gezielt Einfluss nehmen, in dem wir in dieser einen Sache die Kommunikation mit Google suchen und die Argumente und Gründe austauschen. Entsprechendes gilt für andere allgemeine soziale Netzwerke wie Facebook.

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Lieber Herr deutscher Innenminister

ich hätte da mal eine Frage:

Wenn ich als Don Alphonso auf bayerisch sagen würde, dass ein Minster ein brunzbieslblöder Cretin wäre, dem sie ins Hirn geschissen haben

und wenn ich dann als ich selber an der gleichen Stelle auf bayerisch sagen würde, dass ein Minster ein brunzbieslblöder Cretin wäre, dem sie ins Hirn geschissen haben

und wenn ich dann als Leopold Soacher Friedrich Oaschenguddl Noagl-Seifa an gleicher Stelle auf bayerisch sagen würde, dass ein Minster ein brunzbieslblöder Cretin wäre, dem sie ins Hirn geschissen haben

welcher von uns dreien würde dann weniger die Wahrheit sagen? Und was würde das am Minister ändern, der wo ja das ist was da so gesagt worden ist?

Das tätert mich jetzt im Ernst einmal interessieren, täte es, jawohl, sog ich. Weil es sonst a Schant für denen Preussen ist die wo jetzt von Ihnen das mit den Pseudonymen lesen tun.

Wenn Sie aber wissen wollen, welche Soacha bei PI rumhetzen, fragen Sie mal in den Jugendorgas Ihrer Regierungsparteien. Die wissen bestimmt was.

(Link)

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Cargo-Kult

(…) Hinter dem technisch undurchführbaren Verbot der Anonymität im Netz steckt oft der legitime Wunsch, Terrorismus zu bekämpfen oder Stalking und Mobbing zu erschweren. Dabei ist längst bekannt, dass erzwungene Klarnamen insbesondere Mobbing nicht verhindern und Stalking sogar noch deutlich vereinfachen. Aber ein Verbot fühlt sich gut an für Leute, deren Verständnis von Gesellschaft aus möglichst überschaubaren Inseln im Meer des Unerlaubten besteht. (…)

Netz-Angst ist Kult

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Rechtsradikale Schläger brauchen keine Pseudonyme - Demokraten schon

Ich habe vor einigen Jahren im Internet Recherchen und Analysen über rechtsradikale Zusammenhänge im esoterischen Umfeld veröffentlicht, die ich zusammen mit meiner Lebensgefährtin zusammengetragen hatte. Sie zielten nicht auf das gewaltbereite Spektrum. Aber diejenigen, deren Zusammenhänge und ideologisches Milieu in diesen Artikeln untersucht und kritisiert wurden, genossen durchaus die ideologischen Sympathien rechtsextremistischer Kreise. Wir wussten, daß die Recherchen aufgrund ihres Detailsreichtums einigen Akteure des rechtsradikalen Milieus sehr weh taten und ihnen wirtschaftlichen Schaden bereiteten. Sie wurden (und werden noch heute) von Menschen genutzt, um sich über Verbindungen und die Agenda verschiedener Akteure im rechtsesoterischen Bereich zu informieren: Journalisten, Buchautoren, professionelle Szenebeobachter, Studenten, interessierte Laien. Das Verwenden von Pseudonymen und das Spielen mit unterschiedlichen Identitäten - eine lange Tradition von schreibenden Menschen - hatte vielfältige Gründe für mich. Aber einer der Gründe für mein Schreiben unter Pseudonym war auch, dass wir damals in unmittelbarer Nähe eines rechtsradikalen Hotspots im ländlichen Raum wohnten, der im Blickpunkt des Verfassungsschutzes war:

Rechtsextreme Führungskräfte hatten sich in den Nachbarorten niedergelassen, eine rechtsradikale Partei fuhr in dem Landstrich Wahlergebnisse im zweistelligen Prozentbereich ein. Kameradschaften trafen sich zum überregionalen Austausch. Es gab ein inoffizielles Schulungszentrum im Norden und einen Laden für Szenebedarf im Süden. Auf dem Marktplatz der einen Kleinstadt rotteten sich rechtsradikale Jugendliche zusammen, im Zentrum der anderen pöbelte man Menschen an, die ins fremdfeindliche Jagdprofil passten. Wir wohnten etwas abgelegen vom Dorf und hatten kein Interesse in den Blickpunkt der Rechtsradikalen zu geraten, auch weil wir immer wieder im Rahmen eine Kulturprojekts junge Studenten zu Besuch hatten. Wenn wir in lauen Wochenendnächten vor dem Haus saßen, wehte das Gröhlen alkoholisierter junger Männer mit Kurzhaarschnitten über die Felder, sie feierten regelmäßig im Wald, jemand von den Nachbarn hatte mal eine gehisste Reichskriegsflagge beim Vorbeifahren gesehen. Auf dem Platz vor einer Freizeitanlage, nicht weit weg von unserem Haus, tauchte irgendwann ein Hakenkreuz auf; groß, mit schwarzer Farbe auf den Boden gesprüht. Die Gebietsmarkierung bleib dort eine Weile.

Meine Lebensgefährtin hatte oft ein mulmiges Gefühl, auch weil sie sich mit bürgerlichen Namen in einer Organisation engagierte, die sich neben anderen kulturellen Themen auch eine explizite Position zu Rechtsradikalismus einnahm. Auch wenn wir nicht direkt Angst um uns hatten, waren wir ganz froh, dass die Recherchen nicht mit einem Klarnamen in Verbindung gebracht werden konnten.

Ein paar Jahr später wurde in einem der Nachbarorte das Familienhaus eines Mannes angezündet, der eine Initiative gegen Rechtsradikalismus gegründet hatte. Es war die Feuerwehr, die der Familie half, kein Innenminister. Denn der kommt immer zu spät, wenn Rechtsradikale Jagd auf Andersdenkende machen. Rechtsradikale brauchen für ihre Jagd kein Pseudonym. Ein Telefon, zwei Baseballschläger, ein Auto und Kaputzenshirts reichen.

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Polizisten prügeln anonym

Die Strasse darf kein rechtsfreier Raum sein. Polizisten, die an Demos teil nehmen oder drum herrum laufen, sollten alle Namensschilder tragen. Wo kommen wir denn da hin, wenn sich Jederman eine Polizeiuniform anziehen kann, um dann wahllos auf Passanten einzuprügeln (und das alles anonym).

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Pseudonyme machen das Netz erst interessant. Und wie soll ich Idioten von “normalen” Internetnutzern unterscheiden wenn die auf einmal nicht mehr RoXXoR87 heißen?

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Das Ende der Anonymität

Der junge Mann versperrte mir den Weg. “Schönen guten Abend. Ihren Ausweis bitte?” Ich war bester Laune. Sechs Monate Rucksacktour durch Indien, Sibirien und das Hochsauerland lagen hinter mir, wo ich meine Internet-Sucht — überhaupt mein ganzes Interesse an aktuellen Ereignissen der so genannten modernen Zivilisation — verloren hatte. Da konnte mich ein Türsteher doch nicht aus dem Tritt bringen. Aber was machte ein Türsteher vor einer normalen Kneipe?
“Ach, seid ihr jetzt auch eine Raucherkneipe?”, fragte ich. “Es reicht ja, wenn ich mir Kurt Tucholsky unterschreibe, stimmt’s?” “Ähm, nein”, sagte der junge Mann, der mir immer noch den Weg in die Kneipe versperrte. “Es muss schon ihr echter Ausweis sein. Die neuen Vorschriften, Sie wissen schon.” Ich wusste nicht.

“Na, das Anti-Anonymitäts-Gesetz. Der Friedrich. Jeder muss sich ausweisen an öffentlichen Plätzen. Wegen der Sicherheit.” “Ach ja? Nun, denn. Um des Friedens willen.” Ich reichte ihm meinen Personalausweis. “Ach, das ist so ein alter ohne Chip. Warten Sie bitte eine Minute”, Dann verschwand der Türsteher in der Kneipe, wo sicher schon meine Freunde warteten. Nach fünf Minuten kam er wieder, mit einer Kopie meines Ausweises. “Bitte nicht lächeln”, sagt er und hielt mir eine Digitalkamera ins Gesicht. Klick. Noch geblendet vom unvermuteten Blitzlicht torkelte ich in den Raum, der deutlich leerer schien als früher.

Doch bevor ich meine Geschichten von Expeditionen nach Essentho und Hoheleye erzählen konnte, berichteten mir meine zwei wartenden Freunde von einem unbekannten Land: Deutschland. Und wie es schien, war es ein glückliches Land. “Ja, zuerst hat uns der Realnamenzwang an jeder Ecke genervt”, sagt Lena, während sie eine einen Zahnstocher in millimetergroße Stückchen zerteilte. “Sobald man einen E-Ausweis hat, ist es kaum mehr der Rede wert. Du kommst an die Kneipentür, ein kurzer Piepton und der Türsteher weiß Bescheid.” “Dann leih ich mir halt das nächste Mal Deinen Ausweis aus”, schlug ich noch amüsiert vor. “Natürlich, wenn Du so aussehen würdest wie ich. Natürlich wird prüft eine Kamera das biometrische Bild Deines Ausweises. Und das per Funk. Es klappt erstaunlich gut!”

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Heute, 8. August ist #nymday - Tag der Namenssouveränität

Aufgrund der nun sehr lebendig gewordenen Diskussion zur Klarnamenspflicht auf Diesten wie Google+ oder auch Facebook, gibt es nun diverse Aktionen für die freie Namenswahl im Internet. Die Gründe sind so vielfältig, die kann man nicht einmal an zwei Händen aufzählen. Zusammengefasst, geht es jedoch primär um den Schutz der Privatspähre und der Persönlichkeit. Man möchte nun einmal nicht für die ganze Welt unter dem Klarnamen auffindbar sein. Sei es als Lehrer, Beamter, Aktivist, oder Überlebender eines Gewaltverbrechens wie Vergewaltigung und zum Schutz gegen Mobbing und Stalking im Netz. Nicht jeder möchte von alten Klassenkameraden aufgespürt werden, von Kollegen in der Freizeit im Netz genervt werden. Jeder Mensch hat daher eigentlich das Recht auf die freie Wahl des Namens im Netz. Ob das nun ein ausgefeiltes Autonym (der selbst verliehene Name) oder ein trashiges Pseudonym a la Superhasi1337 ist, das ist Geschmackssache. Der 8. August 2011 wurde zum Tag der Namenssouveränität im Netz ausgerufen.

Nymday

Verbreitet die Kunde, gebt euch am 8. August ein einfarbiges Avatar im Farbton eurer Wahl. Es ist Vielfalt geboten, die jedoch eine Botschaft verkündet: Wir wollen uns nicht von Firmen gängeln lassen, die uns vorschreiben möchte wie wir uns im Netz zu nennen haben.